Vom Seriendarsteller zum Kinostar

Für manche Schauspieler in Hollywood, die ihre Karriere zunächst mit einer Serie beginnen, ist der Umstand einer erfolgreichen Rolle Fluch und Segen zugleich. Obgleich sie in ihren Rollen zu überzeugen wissen, werden sie doch für die gesamte Zeit ihrer schauspielerischen Karriere darauf reduziert. Prominente Beispiele hierfür gibt es zu Genüge: Der Schauspieler Ed O´Neill überzeugte in der überaus erfolgreichen und auch beliebten Serie „Eine schrecklich nette Familie“ als Al Bundy, fand aber überdies hinaus selten Gelegenheit, auf der großen Leinwand zu überzeugen. Nahezu dasselbe Schicksal teilten William Shatner und Leonard Nimoy. Waren sie in ihren Rollen als „Captain Kirk“ und „Mr. Spock“ sowohl überzeugend als auch beliebt, blieb ihnen indes die große Karriere außerhalb des Star-Trek Universums verwehrt. Auch David Hasselhoff kann hiervon ein Lied singen, ist er doch der typische Serien-Darsteller. Betrachtet man sich hingegen den Lebenslauf von Michelle Williams, so wird deutlich, dass jede Regel auch ihre Ausnahmen hat. Die Schauspielerin hat auch auf der großen Leinwand Rollen verkörpert, die sowohl vielseitig waren als auch beim Publikum gut ankamen. Dabei begann auch ihre Karriere zunächst mit einigen Nebenrollen in erfolgreichen Serien, wo sie zumeist im Schatten der Hauptdarsteller agieren musste.